Worum geht es

Eisenbahn mit Karten. Man baut an zwei Zügen und an einer Strecke. Alles geschieht durch das Anlegen von Karten. Die Karten bekommt man entweder direkt durch Auswahl aus den für alle offen ausliegenden Karten, oder durch die Aktionen auf einer Aktionskarte, die ebenfalls aus den offen ausliegenden Karten gewählt wird. Sobald eine bestimmte Anzahl Karten aus einer Reihe entfernt wurde, wir die gesamte Reihe abgeräumt. Das ist clever und sorgt für Spannung. Alle 2 Runden gibt es eine Zwischenwertung, nach 6 Runden ist der Spaß vorbei. Neben den Basiskarten werden in jedem Spiel die Karten von 2 der 5 verfügbaren Module verwendet.

Was taugt es

Die Spielanleitung ist wie von HiG gewohnt gut. Die Ikonographie der Karten ist verständlich. Das Spiel braucht relativ viel Platz. Der Kartenauswahlmechanismus ist eine clevere Lösung des Problems der Kartenauswahl, unter dem eine ganze Reihe von Spielen leiden (z.B. Khronos, Pantheon). Das macht Spaß und ist spannend. Der Ausbau der Lokomotivenstrecke ist sehr wichtig, da er Flexibilität bei den Wertungen bringt. Gerade die dritte Wertung kann sich dadurch etwas hinziehen und manchmal wird es dabei etwas unübersichtlich. Dem Optimierer gefällt die Flexibilität bei der Wertung natürlich. Schade ist, dass es keinen vernünftigen Ausgleich für den Startspielervorteil gibt, und der kann je nach Modul und ausliegenden Karten ganz ordentlich sein. Die Abwechslung durch die Module macht das Spiel auch für Vielspieler sehr reizvoll. Interaktion gibt es nur über das Wegschnappen von Aktionen (außer beim Modul C), die ist aber durchaus relevant.

Fazit

Gehobenes Kennerspiel, dass ambitionierte Familienspieler und auch Vielspieler anspricht. Macht Spaß und werde ich sicher noch häufiger spielen (ist ja auch schon in meinem Spieleschrank).

5 von 6 Punkten

Rezensent: Peter